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Psychotherapie

 
Was Sie schon immer über Psychotherapie wissen wollten,
aber bisher nicht zu fragen wagten......
 

 

...Ein Leitfaden für alle Psychotherapiewilligen

Frage 1:
Wie komme ich in eine Psychotherapie?

Antwort:
Es ist mittlerweile einfacher in eine Psychotherapie zu kommen, als für Boris Becker mit AOL ins Internet. Vereinbaren Sie einen Termin mit einem Psychotherapeuten und sagen Sie sich: "ich bin drin!"

Frage 2:
Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Antwort:
Hier gilt das alte Qualitätsmerkmal: Nur was gründlich ist und lange dauert, ist gut!!!
Daher empfehlen wir eindeutig eine Psychoanalyse. Schließlich müssen die "dunklen Seiten der eigenen Seele" (Anm.: kann die Seele dunkel sein?) bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet werden!

Erst nach minuziöser Aufdeckung des Fehlverhaltens der Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Ur-Ur-Großeltern, Ur-Ur-Ur-...Großeltern usw. lassen sich heutige Schwierigkeiten ausreichend erklären. Evtl. müssen auch frühere Leben erforscht werden. (z.B. "Als ich 1653 Prinzessin auf der Erbse war...")
Sollten Sie dann nach hart erarbeiteten Erklärungen ihres Psychotherapeuten noch nicht wissen, wie es nun anders gehen soll, sind Sie leider nicht therapiefähig, schade! übrigens: Es geht den meisten so.

Frage 3:
Wie verhalte ich mich wahrend einer Psychotherapie?

Antwort:
Warten, warten, warten...
Ihr Psychotherapeut ist schließlich auch nur ein Mensch! Er löst für Sie die Dinge nicht in den ersten 100 Therapiesitzungen! Weitere können im Bedarfsfall bei der Krankenkasse beantragt werden.
Wir empfehlen Ihnen daher zunächst, Ihre Lebensaktivitäten drastisch zu minimieren, bedingungslose Schonung ist angesagt!
Berufliche und familiäre Herausforderungen sollten bis zur Auffindung aller Schuldigen aus der Vergangenheit zurückgestellt werden.
Das Trauma hat absoluten Vorrang!
Dieses gilt es jetzt erst einmal präzise nachzuerleben. Unerfüllte kindliche Sehnsüchte dürfen selbstverständlich auf den Therapeuten projiziert werden,....wofür sitzt der schließlich da!
Aber auch Partner oder Partnerinnen sollten nicht auf das derzeitige reale Alter ihres Lebensgefährten/in pochen oder gar verantwortungsvolles Verhalten einfordern - jetzt ist REGRESSION angesagt!!!
Auf engelzüngiges Betteln, wie "kannst du auch mal was selbst entscheiden....?" kann nur die folgerichtige Antwort lauten, "das kann ich nicht, weil meine Mutter mir früher immer alles aus der Hand genommen hat, ich durfte ja niiie was, das hat mein Psychotherapeut mit mir herausgearbeitet." (Mütter eigenen sich übrigens besonders gut als Ursachen traumatischer Erfahrungen!)
Hierfür wird Ihr Partner oder ihre Partnerin sofort Verständnis haben und Ihren beginnenden Weinkrampf mit Verwöhnung und Verschonung beenden!
Bitten Sie also auch Ihren Partner oder Ihre Partnerin um einige Jahre Geduld..... Bei dessen ausreichender Leidens- und Unterwerfungsbereitschaft dürfte das kein Problem sein.
Oder liebt er/sie Sie etwa nicht genug?

Frage 4:
Wie zufriedenstellend ist das Privatleben meines Psychotherapeuten?

Hier finden Sie die Antwort

 zuletzt geändert am 05.09.2007
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